Seite 1 von 1

Belohnen tut weh...

Verfasst: Fr 3. Mär 2017, 10:51
von Redgolden
Erstmal vorweg, nicht dem Hund tut es weh, nein mir. :?

Seit ca. 3 Monaten komme ich nicht so richtig oft zum ZOS, ich hoffe, dass ändert sich bald wieder mit den länger werdenden Tagen und mehr Licht und Zeit. Da Logan ganz viel Spaß dran hat, ist er meist voll motiviert beim ZOS dabei. Akutell ist er recht wirr im suchen und hektisch, ich schulde dies den wenigen Trainings. Beim Belohnen ist er dann auch richtig hektisch und nimmt seine Belohnung auch richtig heftig aus meiner Hand. Er zwickt doll in meine Finger, wenn ich nicht schnell genug bin oder drückt meine Hand so heftig gegen den Boden, dass sie schonmal zum bluten anfing. Langsam merke ich, wie unsicher ich beim belohnen werde. Heute morgen habe ich ihn, aus dem Affekt heraus sogar kurz angemeckert. :oops: Also bin ich ganz zum Anfang zurück, in der einen Hand Futter und in der anderen der Gegenstand. Er hat auch fleißig seine Klammer angezeigt, dabei fiel mir auf, dass er so hochgefahren ist das er zittert, seine Lefzen haben richtig gewackelt. :shock:
nun habe ich irgendwie zwei Probleme die sich für mich irgendwie bedingen. Einmal seine Übermotivation und das für mich schmerzhafte Belohnen. kennt ihr sowas auch, wie seid ihr an diese Probleme gegangen? Bin sehr froh über jeden Tipp.

Re: Belohnen tut weh...

Verfasst: Fr 3. Mär 2017, 11:54
von Sabine.Z
Oh ja, ich denke das kennen sehr viele :mrgreen:

Ich schreib jetzt einfach mal aus meiner Erfahrung mit Lenchen.

Wir haben es auf zwei verschiedene Arten getestet, wobei ich sagen muss, ist natürlich nicht für jeden Hund anwendbar, da ja jeder irgenwie anders ist ;)

Hundestreichwurst: Hier ist sie erst gar nicht an meine Hand gekommen, und hatte auch nicht den Gedanken , boa in der Hand ist das Futter, ich muss da rann und die Hand öffnen. Das Lecken beruhigt auch. Nachteil, manchmal schmeckt die Streichwurst sooo gut ,dass man länger lecken und schlecken muss :D

Die Übermotivation habe ich damit bei meiner Mama Ihren Zwergrauhhaardackel hinbekommen. Bei ihm hat es super funktioniert.

Einzelne Leckerlie: Hatte ich jetzt erst vor zwei Tagen. Lena hat lange gesucht, und wenn sie dann findet, möchte sie sofort die Leckerlie und fordert die auch so richtig ein. Haben wir jetzt schon lagen nicht mehr gehabt. Ich füttere sie dann nur mit einem Leckerlie pro Hand, also nicht mit geschlossener Hand, bzw. mal von links mal von rechts. Dann hat sie gar nicht die Möglichkeit in die Hand zu beißsen oder so fest zu drücken. Oder was ich auch sehr gerne tu, ich schmeiß die Leckerlie rechts oder links neben ihren Kopf hin.

AAAABer ich könnte mir jetz auch gut vorstellen, bei Hunde die das verkraften, auch mal mit der Hand bzw. geschlossenen Hand dagegen zu halten und so nach vorne zu stupsen, damit auch gesehen wird, dass das nicht o.k. ist.

Alternative? Extra Training machen, man darf nur sanft Leckerlie aus der Hand holen :lol:

Bin mal auf Susan gespannt.

Das Ding mit der Belohnung, ist aber auch nicht einfach ;)

Re: Belohnen tut weh...

Verfasst: Sa 4. Mär 2017, 08:16
von Redgolden
Danke für deine super tolle Antwort, schön zu wissen das nicht nur ich so ein zwickmonster habe. Ich denke auch das er es emotional verkraftet wenn ich mal zurück drücke. Das konnte ich mir gestern auch schlecht verkneifen. Er hat es dann auch besser gemacht, da hat er es dann auch sofort bekommen. Bin auch gespannt was susi für Tips hat. Könnte mir vorstellen das Luna aber vom Typ her nicht so ruppig mit den Leckerchen ist.

Re: Belohnen tut weh...

Verfasst: Mo 6. Mär 2017, 13:33
von SusanS
Huhuuu, "leider" habe ich keine ZwickMonster, wobei die Bella von meiner Mama auch so sein kann. Aber das tut ja nicht mir weh :-P

Manchen Schülern empfehle ich, das Futter nach dem Click an den Gegenstand zu legen. Oder zu werfen, so wie Sabine das bei Lena macht. Das klappt aber nicht bei allen so gut. :D
Man könnte auch versuchen, die Hand ganz flach zu machen, wie wenn man ein Pferd füttert.

Einzeln Leckerlies geben würde ich auch versuchen. Beim ZOS hat man ja oft die Hand voll und der Hund fiebert so sehr, das er sein wildes Gestupse und Gezwicke gar nicht merkt.
Futtertube oder Kruke ist auch gut. Nachteil ist wie Sabine schon sagt, das die Hundis dann oft noch so doof nachschleckern.

Macht Logan das nur beim ZOS oder sonst auch?

AAAABer ich könnte mir jetz auch gut vorstellen, bei Hunde die das verkraften, auch mal mit der Hand bzw. geschlossenen Hand dagegen zu halten und so nach vorne zu stupsen, damit auch gesehen wird, dass das nicht o.k. ist.
Das würde ich wirklich vom Hund abhängig. Da ich Logan etwas kenne, denke ich, das er das nicht schlimm findet. Ich glaube aber fast auch nicht, das ihn das sonderlich beeindruckt? ;-)
Alternative? Extra Training machen, man darf nur sanft Leckerlie aus der Hand holen :lol:
Unsere allererste CockerHünin war auch so ein HackTierchen und es tat so weh! Mit ihr haben wir das dann wirklich geübt und seitdem hat sie die Kekse quasi eingeatmet.
Dazu haben wir eine Faust gemacht, die sich nur geöffnet hat, wenn zwar an der Hand "gearbeitet" wurde, aber keine Zähne im Spiel waren. Das Kriterium, wie doll der Hund an der Hand rumarbeiten darf, legt jeder selber fest. Anfangs haben wir auch Handschuhe getragen und wirlklich, nach ein paar Trainingsrunden war das gar kein Thema mehr :-)

Re: Belohnen tut weh...

Verfasst: Mo 6. Mär 2017, 14:09
von Redgolden
Futtertube oder Kruke ist auch gut. Nachteil ist wie Sabine schon sagt, das die Hundis dann oft noch so doof nachschleckern.
Er würde def. nachschlecken und noch mehr drängeln, eben weil es ja noch leckerer ist was in den Tuben ist.

Einzeln Leckerlie geben und die wegwerfen werde ich vermehrt wieder mit einbauen.
Macht Logan das nur beim ZOS oder sonst auch?
Leider ja, beim Dummy z.B. kann ich ihn aus dem laufen heraus belohnen. Er tauscht da sein Dummy im Anflug gegen den Futterbeutel oder andere tolle Sachen. Da staut sich sein Trieb auch nichtz so auf, weil er sich bewegen kann. Das nehme ich zumindest mal an.

Wegen dem wegstubsen, dass ging das eine mal ganz gut. Er lies sich etwas beeindrucken, hat es aber immer mal wieder versucht ob ich es nicht doch mal eher rausrücke. Habe ich gestubst, hat er dann auch ein klein wenig Abstand gehalten. Er wird da morgen früh gleich mal eine kleine Antihackeinheit trainieren dürfen. :mrgreen:

VIELEN DANK FÜR EURE TIPS :!:

Re: Belohnen tut weh...

Verfasst: Sa 11. Mär 2017, 11:55
von Kitty
Naadir ist bei der Arbeit auch immer recht gierig, in der Winterzeit ist es mit Handschuhen daher angenehmer ;) ein Versuch der hier noch nicht genannt wurde größere Leckerlies ;) unsere Dogge denkt jetzt im Alter das sie eigentlich immer am verhungern ist und schwupp da ist dann nicht nur Finger ab, sondern die ganze Hand im Doggenmund. :o Ich habe dann lange rumgebastelt, mein Mann hat es sich da einfach gemacht die Leckerlies einfach größer belassen und so kommen sich Maul und Hand nicht mehr in die Quere. Der Nachteil ist natürlich wenn so ein Leckerlie größer ist, ist der Magen dann auch gleich voller (außer bei Doggen die haben nen Loch im Magen, jedenfalls unsere :lol: ) und es kann natürlich sein das sie länger kauen, außer sie gehören zur Gattung Schluckspecht.

Re: Belohnen tut weh...

Verfasst: Do 16. Mär 2017, 15:11
von Redgolden
Größere Leckerlie sind auch eine gute Idee. :)
Logan ist eher der Typ Schlucksprecht, kauen ist Zeitverschwendung. :roll: